*Als der kanadische Sänger und Poet Leonard Cohen seinen Aufenthalt in einem kalifornischen Zenkloster beendet hatte, schrieb er das Gedicht "Abschied von Mount Baldy". Dort stand seine Hütte. Man liest es mit Genugtuung: "... Es dauerte, bis ich endlich begriff/wie unbegabt ich bin in spirituellen Dingen. (...)Nicht wenige/darunter Leute mit Praxis/fingen an, mich auszufragen/und schienen böse zu sein/Ich schätze/sie sehen nicht gern/wenn der alte Jikan eine raucht."
Es soll mir ergehen wie dem Alten. Aushalten, dass man nichts weiß. Lieber staunen. Auch auf die Gefahr hin, dass man jeden Tag inniger staunt. Da einen täglich mehr Rätselhaftigkeiten überfordern. Aber Staunen klingt aufregender als Auswendiglernen höchstheiliger Ladenhüter.*
(Andreas Altmann: Triffst du Buddha, töte ihn! Ein Selbstversuch)
Lesestoff*:
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