Was man von hier aus sehen kann


,,Man konnte über Jahre in der schlechten Gesellschaft einer Frage leben, man konnte sich von ihr ausnehmen lassen, und dann verschwand sie in einer einzigen Bewegung, in einem einzigen Moment eines Hochschreckens."
 

Immer, wenn der alten Selma im Traum ein Okapi erscheint, stirbt am nächsten Tag jemand im Dorf. Wen es treffen wird, ist allerdings nicht klar. "Was man von hier aus sehen kann" ist ein kluges und tiefsinniges Buch, das von Menschen erzählt, die auf oftmals skurrile Weise auf der Suche nach Liebe sind. Von der unbedingten Anwesenheitspflicht im eigenen Leben steht am Buchumschlag - und genau darum geht es auch, um das Anwesendsein. 

Der Roman handelt vom Nicht-Davonrennen vor sich und vor anderen, vom Sich-Zeigen-Dürfen, vom Nicht-Aufschieben. Er handelt davon, dass man sich entscheiden kann und darf und dass man nicht auf eine Anzeigetafel warten muss, die ,,uns gleich verraten würde, wie das Leben weitergeht". 

,,Man kann sich die Abenteuer, für die man gemacht ist, nicht immer aussuchen", schreibt Mariana Leky. Oder vielleicht doch?

Lesestoff*:



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