Montauk. ,,Das ist ein indianischer Name; er bezeichnet die nördliche Spitze von Long Island, hunderzehn Meilen von Manhattan entfernt. Montauk ist aber auch eine der schönsten Erzählungen, die es über die Liebe gibt, die Liebe zwischen der Journalistin Lynn und Max Frisch. Lynn arbeitet für einen amerikanischen Verlag und betreut den Schriftsteller bei Interviews. Es ist die Liebe eines Wochenendes: Er ist 62, sie 30 Jahre alt. Dieses eine Wochende lässt Max Frisch, der noch mit Marianne Frisch verheiratet ist, neue Leichtigkeit verspüren.
Was vor allem heraussticht, ist auch die Form, die der Autor für seine Erzählung verwendet. Er folgt nicht einem linearen Erzählstrang, sondern bedient sich drei verschiedenen Zeitebenen. Manchmal ist der Leser aufgefordert, die richtigen Zusammenhänge selbst zu erkennen und erst am Ende verschmelzen die Ebenen miteinander zu einer Stimme und die Beschreibung dieses besonderen Wochenendes wird schließlich zur Vergangenheit: ,,Eine Gegend voll Bedürfnis nach Liebe".
Lesestoff*:
