Was heißt es eigentlich, zu Hause zu sein und wo finde ich diesen Ort, an dem ich mich mit meiner eigenen Geschichte aufgehoben fühle? Diesen Fragen spürt Daniel Schreiber in seinem sehr persönlichen Essay nach. Er blickt dabei nicht nur auf die Psychoanalyse, Soziologie und Philosophie, sondern erzählt auch seine eigene Geschichte von einem zuhauselosen Zuhause, er erzählt vom Gefühl der Sicherheit und von seinen Zu-sich-Kommen und davon, dass ein Sich-zu-Hause-Fühlen immer auch ein Prozess ist, der sehr viel Zeit brauche.
,,Ein Zuhause zu finden ist letztlich vor allem eine Frage der Selbsterkenntnis, es ist etwas, das darauf beruht, sich die eigene Lebenserzählung und ihre sich verändernden Kontexte stets von neuem bewusst zu machen. Zu Hause zu sein bedeutet unvollkommenes und beständiges Ankommen, ein Ankommen, von dem wir uns selbst immer wieder erzählen müssen."
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