Gut genug


 Der Psychoanalytiker Donald W. Winnicott hat in den 1950er Jahren das Konzept des ,,gut genug" geprägt, wobei er es vor allem bei entmutigten Eltern anwandte, die glaubten, den Anforderungen der Gesellschaft nicht gerecht zu werden. ,,Gut genug" zu sein passt aber für so vieles: Für viele unserer Ziele, die wir nicht verwirklichen können, für Dinge, die manchmal unerreichbar erscheinen. Dann gilt es, auch dieses ungelebte Leben als Teil unseres tatsächlichen Lebens anzuerkennen und zu akzeptieren, dass Phantasien ebenso zu uns gehören wie unsere Schwächen und Beschränkungen. Und vielleicht sind wir ja viel öfter als wir glauben gut genug und da, wo wir sein müssen.