Byung-Chul Han: Transparenzgesellschaft


 

Beim Verlag Matthes & Seitz gibt es bereits seit einigen Jahren die Reihe "Fröhliche Wissenschaft", handliche und schmale Büchlein, die man überall mit hinnehmen kann, die in jede Jackentasche passen und die voller interessanter Gedanken sind. Bücher, die die Sicht auf die Welt verändern, die neugierig machen, mehr zu einem Thema zu erfahren. So wie die "Transparenzgesellschaft" von Byung-Chul Han, einem koreanisch-deutschen Philosophen. Die Transparenzgesellschaft ist für ihn eine Positivgesellschaft, die das Fremde oder das Andere eliminiert und keine negativen Gefühle zulässt. So verlernt man auch, wie man mit Schmerz und Leiden umgeht bzw. wie man ihnen Form verleihen kann. Die Transparenzgesellschaft ist für den Philosophen auch eine Ausstellungsgesellschaft, wobei der Körper zu einem Ausstellungsobjekt verdinglicht wird. So wird die Welt zu einem Markt, auf dem konsumiert, verkauft und ausgestellt wird, Gefühle und Handlungen aber kaum Platz haben.

"Das Übermaß an Positivität, das die heutige Gesellschaft beherrscht, ist ein Hinweis darauf, dass ihr die Narrativität abhanden gekommen ist....Die schnelle Abfolge der Ereignisse oder Reize ist nicht die Temporalität des Schönen. Die Schönheit ist ein Zögling, ein Nachzügler. Erst nachträglich enthüllen die Dinge ihre duftende Essenz des Schönen."

Lesestoff*:



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