Eine Folge von Hotel Matze gehört, bei der der Schauspieler und Autor Benno Führmann zu Gast war. Das Gespräch dauert drei Stunden, ist sehr intensiv und gut. Die beiden sprechen über Stille, Demut, Spiritualität und die Verarbeitung von Traumata, wobei mir vor allem diese Sätze besonders in Erinnerung geblieben sind: "Eine alte Schauspielweisheit sagt: Du sollst Gefühle haben, aber die Gefühle nicht dich, sonst fliegst du mit den Gefühlen unkontrolliert weg. Toll ist, wenn du deinen Raum größer werden lässt und wenn du Herr im Haus bist, wenn du nicht ein Opfer deiner selbst bist. Und ich glaube, wenn wir jetzt von der Welt reden, so ist es eine Aufgabe für jeden von uns, die Hoffnung zu bewahren, die Angst anzunehmen. Man erklärt sich die Dinge die ganze Zeit intellektuell, man rationalisiert sie, aber wir vergessen so oft zu fühlen, wir vergessen so oft auszuatmen. Und die Welt wäre einfach so viel schöner, wenn wir eine Eigenverantwortung dafür übernehmen würden, für das, was gefühlt wird und weich mit sich selber zu sein."
Zitronentartelletes essen, die schon ein bisschen nach Sommer schmecken, und Mittagspausen im Liegestuhl verbringen und lesen. Abends durch die Natur streifen. So könnte es öfter sein.
