Eine intensive Woche mit sehr viel Bildschirmarbeit, Müdigkeit und wenig Bewegung. Was hilft neben Schokolade? Zum Beispiel ein Blick in "Das Buch der hundert Vergnügungen" von Dan Kieran und Tom Hodgkinson, eine charmante Fibel über das leichte und unbeschwerte Leben und den Müßiggang. Die beiden schlagen zum Beispiel vor, Wolken zu beobachten und schreiben dazu Folgendes: "Wenn wir innehalten in unserem erdgebundenen Gewusel und nach oben blicken, sehen wir, dass uns das Firmament ein ständig wechselndes Schauspiel bietet. Wolken verändern ihre Gestalt, sind immer in Bewegung und schweben dahin, keine zwei Sekunden ist der Himmel derselbe. Mit dem Lauf der Sonne ändern sich auch die Farben, und das Wechselspiel von Wind, Temperatur und Sonne erzeugt unaufhörlich neue, spektakuläre Bilder. Gleich darauf sind sie verschwunden, ständig sich verändernd, ohne feste Gestalt und doch nicht formlos, beständig und doch stets im Fluss.
Dazu passt auch das Lied "Müßiggang" von Axel Bosse, in dem er singt: ,,Lieber ein langes, schönes Leben als ein kurzes, hastiges. In der Hängematte baumeln gegen jeden Burnout und Stress....Wenn die Hamster im Hamsterrad joggen gehen, muss ich nochmal ins Bett."
Bei Matze Hielscher war die Autorin Juli Zeh zu Gast, die darüber spricht, wie wichtig es ihr ist, eine Art Schutzraum zu haben: "Ich sehne mich nach einem Gefühl, zu wissen, wo ich hingehöre. Und zwar nicht streng politisch durchbuchstabiert in jedem einzelnen Ding, aber als Wohlfühlgruppe. Also zu wissen: Wo stehe ich? Was ist mit den anderen? Bin ich hier sicher? Kann ich mal was sagen, ohne dass mir jemand in den Hintern tritt? Danach sehne ich mich und danach sehnen wir uns, glaube ich, alle.
Diese Woche ist Tina Turner gestorben. Ich habe einen Nachruf in der Zeitung gelesen und war tief beeindruckt von ihrer Lebensgeschichte. "At every moment, we always have a choice, even if it feels as if we don't. Sometimes that choice may simply be to think a more positive thought."
