Die fünfundzwanzigste Kalenderwoche

 


Im Philosphie Magazin ein Interview mit dem Soziologen Hartmut Rosa gelesen, der sich unter anderem mit Resonanz beschäftigt, und dazu Folgendes sagt: Resonanzfähig sein heißt, in eine Beziehung zur Welt zu treten. Sich von ihr anrufen und verwandeln zu lassen. Zum Beispiel, indem ich die Berge betrachte oder die Sterne. Vielleicht erlebe ich Resonanz aber auch in einem Gespräch oder bei einer zufälligen Begegnung. Da spricht mich etwas an. Berührt mich. Und wenn ich mich wirklich darauf einlasse, weiß ich nicht, wie lange es dauert und was dabei herauskommt. Das heißt, die Resonanzerfahrung ist ergebnisoffen, ich mache mich verwundbar und verletzbar. Adorno hatte dafür schon einen sehr guten Blick: Wirkliche Erfahrung birgt ein Moment des Überwältigwerdens, des Autonomieverlusts. Und das können wir uns eigentlich nicht erlauben. Wir müssen als moderne Leistungsträger schnell und zielstrebig auf Optimierung zielen, müssen Prozesse kontrollieren, verfügbar machen." 

Und dann auch: Hängemattenmomente bei 30 Grad im Schatten. Oreoeis und viel Wassermelone mit Schafskäse. Abendliche Spaziergänge und Lagerfeuer, wieder mehr Kleider tragen und in neuer Lektüre blättern.


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