Bei Peter Heintel über den Begriff "Versäumnisgesellschaft" gestolpert, der dazu Folgendes schreibt: "Ein Überfluss an Waren, Informationen, kulturellen Angeboten, Reisemöglichkeiten usw. umgibt uns ständig. Nur weniges davon können wir wahrnehmen, ständig geht an uns etwas vorbei. Wir bemühen uns, möglichst viel zu konsumieren, unsere "freie" Zeit ganz auszufüllen, dennoch bleibt ein Defizit. Vieles rauscht an uns vorüber, berührt uns nur mehr aus der Ferne und erweckt Wunsch und Sehnsucht. Es begleitet uns das Gefühl, ständig etwas zu versäumen. Wir leben in einer "Versäumnisgesellschaft", und diese kann nicht warten. "Zeitzwischenräume" machen es nur um so bewusster, wieder versäume ich etwas, wieder bin ich irgendwo nicht dabei, wieder entgeht mir etwas. Nur - im Wahrnehmen aller Angebote verstreicht die Zeit noch schneller, wird noch knapper, und die Defizitgefühle steigen. Sie wollen in noch mehr an Ereigniskonsum befriedigt werden. Man verliert sich immer mehr an ein "Dauergeschehen" und findet immer schwerer zu sich zurück."
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