Einen Text von Margrit Irgang über Toleranz und Akzeptieren gelesen, in dem sie sich mit der Frage auseinandersetzt, wie es wäre, wenn wir das, was anders ist als wir, ohne Vorbehalte zulassen könnten: "Zulassen ist eine liebevolle Geste, die Verbundenheit schafft. Auch ich selbst muss mich zulassen können, mit all meinen Wünschen, Bedürfnissen, Hoffnungen, Ängsten und meiner Unvollkommenheit. So wird das Zulassen des Anderen nie zur persönlichen und gesellschaftlichen Zumutung und Überforderung."
Michael Hampe beschäftigt sich sehr intensiv mit Philosophie und hat nun auch ein Weisheitsportal gegründet, in dem unter anderem auch ein Text über Beurteilungen zu finden ist: "Wir beurteilen das Leben anderer Menschen und vielleicht auch unser eigenes. Doch von welchem Standpunkt tun wir das und mit welchem Maßstab? Wir können nicht wissen, wie es sich für Einstein oder Sokrates jeweils angefühlt hat, ihr Leben zu führen. Deshalb können wir auch nicht das Leben anderer Menschen beurteilen, wissen nicht, ob ihnen ihr Leben gelungen oder misslungen ist. Die meisten von uns sind weder physikalische Genies und auch nicht weise. Hat es für unser Leben eine Bedeutung, wie andere es beurteilen?"
Und dann auch: Weniger arbeiten und merken, dass man nicht auf Knopfdruck entspannt sein muss und kann. Daher: Keine Pläne schmieden, in den Tag hineinleben, schauen, was kommt.
