Tom Hodgkinson: Die Kunst, frei zu sein

 




Tom Hodgkinson liebt das Nichtstun und hat bereits vor einigen Jahren das Buch "Anleitung zum Müßiggang" veröffentlicht. In "Die Kunst, frei zu sein", das den Untertitel "Handbuch für ein schönes Leben" trägt, setzt er sich mit Themen wie Gelassenheit, Konsum, Melancholie oder Sparsamkeit auseinander und verbindet mit seinen praktischen Tipps auch Gedanken bekannter Philosophen.

Hodgkinson möchte zeigen, wie man die "vom Geist geschmiedet Fesseln" entfernt und was es für ihn bedeutet, frei zu leben. Dafür ist es notwendig, zunächst einmal Ballast abzuwerfen und seine Ängste loszuwerden. Seiner Ansicht nach sind ängstliche Menschen sehr gute Konsumenten, da sie ständig auf der Suche nach Sicherheit sind. In seinem von ihm entworfenen Gesellschaftsbild leben die Menschen ohne Stress, Schulden, Medien und Karrieredenken, stattdessen produzieren sie wieder mehr Dinge selbst, tauschen Waren und können somit aus einem System aussteigen, in dem der Konsum an oberster Stelle steht. Gleichzeitig fordert er mehr Geselligkeit und Gespräche sowie ein Haus, das für Freunde und Bekannte offensteht. Viele seiner Forderungen sind radikal, regen aber zum Nachdenken an, um letzten Endes wieder mehr von seiner Freiheit Gebrauch zu machen.

"Wir werden von der Vorstellung beherrscht, dass es sich nur dann lohne, etwas zu tun, wenn sich damit Geld verdienen lässt oder wenn es zur Anerkennung führt. Dabei lässt sich eine Karriere mit nobler Sklaverei vergleichen. Sie ist eine institutionalisierte Verzögerung, ein aufgeschobenes Paradies. Wir benutzen die Karriere als Stock, mit dem wir uns selbst züchtigen. Und stets richten wir die Augen auf die nächste Stufe der Leiter. Was ist die Alternative? Können wir es alleine schaffen? Zu unserem eigenen Chef werden?"



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