Über Mindestutopien und Menschlichkeit


 

"Sich nicht im Stich lassen und andere nicht, das ist die Mindestutopie, ohne die es sich nicht lohnt, Mensch zu sein", schreibt Hilde Domin. Ein Satz, den man nicht nur liest, sondern dem man auch zustimmt, mit einem leisen, inneren Nicken. En stiller Protest gegen ein Denken, das das Große nur in Machbarkeit misst. Er widerspricht der Gewohnheit, Utopien ins Reich der Unwahrscheinlichkeiten zu verbannen. 

"Sich nicht im Stich lassen" - das meint mehr als bloße Selbstfürsorge. Und "andere nicht im Stich lassen" - das ist kein Almosen der Empathie, sondern die Etikette des Herzens, die sich gegen Kälte und Distanz wehrt. Es ist ein Satz, der sagt: Du darfst müde sein, verzweifelt, verletzt. Aber du darfst nicht gleichgültig sein. Nicht dir selbst gegenüber. Und nicht dem anderen. 

/Dieser Blogpost enthält Affiliate-Links. Wenn du auf einen der Links klickst und ein Produkt bestellst, erhalte ich eine kleine Provision, für dich verändert sich der Preis nicht./