Life lately #2


 

Wochen des Unterwegsseins – äußerlich und innerlich. Auf einem Pilgerweg von Klagenfurt nach Maria Saal gewandert, Schritt für Schritt, Gedanken, die sich sortieren, während der Weg leiser wird. Angekommen an einem Ort, der sich anfühlt wie eine Zeitreise durch Jahrhunderte. Mauern, die Geschichten tragen, und dieses stille Staunen darüber, wie viel schon war, lange bevor man selbst hier stand.

Endlich wieder Sonnenuntergänge. Dieses warme Licht, das alles weicher macht. Mittagspausen am See, das Wasser ruhig, als würde es nichts verlangen außer da zu sein. Momente, die nicht laut sind, aber bleiben. Pistaziencreme zum Frühstück – kleine Freuden, die einen Tag heimlich heller machen.

Im Museum gewesen, durch Räume gegangen, die Fragen stellen statt Antworten zu geben. Eine Ausstellung, die sich auf tiefsinnige Weise mit dem Menschsein beschäftigt und dabei etwas berührt, das schwer in Worte zu fassen ist. Vielleicht, weil es zu nah ist.

„Sonntagnachmittagsblues“ auf Arte gesehen. Eine Serie, die die leisen, unspektakulären Momente ernst nimmt – dieses Dazwischen, in dem so viel Gefühl liegt, wenn man genau hinschaut. Szenen, die nachwirken, wie ein Gedanke, der nicht zu Ende gedacht werden muss.

Tage voller Zwischentöne. Zwischen Bewegung und Stille, Vergangenheit und Gegenwart. Und immer wieder dieser leise Gedanke: dass es vielleicht genau darum geht – wahrzunehmen, statt zu verstehen.