März
war
ein Aufatmen, das sich noch nicht ganz traut /
ein
Fenster, das einen Spalt offensteht und Geschichten hereinlässt
/
ein mit Erde unter den Fingernägeln an Morgen glauben /
ein Hinfallen ins Licht und ein Blinzeln zurück /
mich neu
sortieren zwischen Winterresten und Aufbruchslust /
ein
Vielleicht, das langsam zu einem Ja heranwächst /
März war Regen, der nicht fragt, und Sonne, die bleibt /
war Pfützen überspringen und trotzdem nass werden /
war das erste
Draußensein ohne Ziel/
im Zwiebellook durch Tage wandern, die sich nicht entscheiden
wollen /
Gedanken lüften, Fenster kippen, Zweifel auch /
dem
Wind erlauben, alles einmal durcheinanderzubringen /
März war ein Anfang ohne großes Tamtam /
war leise
Versprechen in knospenden Zweigen /
war zwischen Grau und Grün
die eigene Farbe finden /
und sie, noch zögernd, in die Welt
halten.
