September, der

 



Ich habe viel nachgedacht. Und gearbeitet. Ich habe Pläne gemacht. Viele. Für meinen Blog, fürs Schreiben, fürs Unterwegssein, fürs nächste halbe Jahr und überhaupt. Mich mit der Frage beschäftigt, worüber ich eigentlich schreiben will und dabei festgestellt, dass Verbundenheit ein ziemlich großes Wort ist. Und vielleicht genau deshalb ein gutes.

Ich habe Bücher angefangen, Ideen gesammelt, Bücher nicht fertig gelesen und trotzdem weiter an die nächste gute Lektüre geglaubt. Ich habe überlegt, ob ich forschen, schreiben, begleiten oder einfach all das gleichzeitig sein möchte.

Ich habe Natur angeschaut. Wasser vermisst. Spaziergänge gemacht. Herbstluft geschnuppert. Mich über Kleinigkeiten gefreut. Ich habe darüber nachgedacht, was es heißt, genauer hinzusehen, ohne sofort etwas daraus machen zu müssen. Ich habe versucht, nicht alles zu reparieren. Was erstaunlich schwer ist.

Ich habe gelernt, gestaltet, verworfen und wieder angefangen. Dinge sortiert und andere ganz bewusst liegen gelassen. Ich habe mich gefragt, was sich eigentlich nach mir anfühlt. Und dabei festgestellt, dass die Antwort zum Glück nicht jeden Tag dieselbe sein muss.

Ich habe mich ein wenig aus dem Lautem herausbewegt. Nicht besonders spektakulär. Eher so, wie wenn man einen Schritt zur Seite macht, weil einem plötzlich auffällt, dass es da auch noch andere Wege gibt.

Und dann war der September auch schon wieder vorbei. Nun also Oktober. Mit Nebel, Kastanien, bunten Blättern und allem, was sonst noch kommen mag.